Verzicht auf Gesundheitsversorgung und Entwicklung der Versicherungsprämien: eine bevölkerungsbezogene Studie über 15 Jahre in Genf, Schweiz
Nehme M, Dumont R, Heritier H, Lamour J, Mechoullam S, De Ridder D and Guessous I (2025)
Forgoing Healthcare and Insurance Premiums Trends: A 15-Year Population-Based Study in Geneva, Switzerland, Int. J. Public Health 70:1609027. doi: 10.3389/ijph.2025.1609027
Zusammenfassung:
Ziele : Trotz einer obligatorischen allgemeinen Deckung können die steigenden Krankenversicherungsprämien in Genf, Schweiz, ein finanzielles Hindernis für den Zugang zur Gesundheitsversorgung darstellen. Diese Studie bewertet die Entwicklung des Verzichts auf Gesundheitsversorgung aus finanziellen Gründen zwischen 2011 und 2025 sowie deren Assoziationen mit Versicherungsprämien, sozioökonomischen Faktoren und gesundheitsbezogenen Faktoren.
Methoden : Wir führten eine jährliche Querschnittsstudie unter 1.000 Teilnehmern der Studie Bus Santé durch, die zwischen 2011 und 2025 jedes Jahr zufällig ausgewählt wurden (n = 10.169). Der primäre Endpunkt war der Verzicht auf Gesundheitsversorgung aus finanziellen Gründen, der von den Teilnehmern über einen Fragebogen angegeben wurde. Zeitliche Trends und Assoziationen mit Prämien wurden mithilfe von LOESS-Regressionen (Locally Estimated Scatterplot Smoothing) analysiert. Mithilfe logistischer Regressionen wurden die Assoziationen mit individuellen Determinanten bewertet.
Ergebnisse: Insgesamt gaben 18,1 % der Teilnehmer an, auf Gesundheitsleistungen verzichtet zu haben. Dieser Anteil stieg von 15,8 % im Jahr 2011 auf 25,8 % im Jahr 2025 (+64,6 %), während die Prämien um 61,9 % anstiegen. Obwohl niedriges Einkommen weiterhin ein Hauptprädiktor ist (aOR 2,33 [1,76-3,09]), wurde auch bei Gruppen mit höherem Einkommen ein Anstieg des Verzichts auf Pflegeleistungen beobachtet. Starke Korrelationen wurden zwischen Prämienerhöhungen und Verzicht auf Gesundheitsversorgung nachgewiesen, insbesondere bei Frauen (0,813) und jungen Erwachsenen (0,805).
Schlussfolgerung : Es sind weitere Reformen erforderlich, um die wachsenden Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung trotz der Existenz einer universellen Pflichtversicherung zu verringern.
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