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Prävalenz von Fettleibigkeit: Vergleich zwischen herkömmlichen und neuen Klassifizierungsmethoden in einer Schweizer Bevölkerungsstudie (2005-2024)

Nehme, M., Mettraux, C., Chevalier, C., Dumont, R., Schrempft, S., Farpour-Lambert, N., Guessous, I.

Obesity prevalence: comparison of traditional and new classification approaches in a Swiss population-based study (2005-2024)..Int J Obes(2026). https://doi.org/10.1038/s41366-026-02076-5

Zusammenfassung :

Ziele: Ziel dieser Studie war es, die Prävalenz von Fettleibigkeit nach der herkömmlichen Klassifikation, die allein auf dem BMI basiert, mit der neuen Klassifikation zu vergleichen, die 2025 von der Kommission "Lancet Diabetes & Endocrinology" vorgeschlagen wurde. Dieser neue Ansatz kombiniert den BMI mit anderen einfachen Körpermaßen, wie dem Taillenumfang oder dem Verhältnis von Taille zu Hüfte und Taille zu Taille. Die Studie untersucht auch die Zusammenhänge zwischen diesen Klassifizierungen und Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen.

Methoden: Die Studie Bus Santé ist eine Querschnittsstudie, die in Genf, Schweiz, durchgeführt wurde. Die Analyse bezieht sich auf Daten, die zwischen 2005 und 2024 erhoben wurden und 14.658 Personen einschließen (Durchschnittsalter: 48,2 Jahre; 51,4 % Frauen; Teilnahmequote: 61 %). Fettleibigkeit wurde entweder durch den BMI allein oder durch Kombinationen, die andere Körpermaße umfassten, definiert. Die Assoziationen mit Diabetes, Bluthochdruck und Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörung) wurden durch logistische Regression und mithilfe von ROC-Kurven (Maß für die Fähigkeit, Risikopersonen gut zu identifizieren) analysiert.

Ergebnisse: Die Prävalenz von Adipositas schwankt je nach verwendeter Definition stark und reicht von 13,1 % mit dem BMI allein bis zu 39,9 % mit bestimmten Kombinationen von Messungen. Die neuen Klassifikationen identifizieren mehr Risikopersonen, wobei Unterschiede nach Alter und Geschlecht bestehen. Sie zeigen auch eine bessere Leistung bei der Erkennung von Begleiterkrankungen. Beispielsweise ist die Kombination BMI + Taille-Hüft-Verhältnis am stärksten mit Diabetes assoziiert (aOR: 4,61 [3,87-5,47]), während das Taille-Hüft-Verhältnis + das Taille-Taille-Verhältnis die stärkste Assoziation mit Dyslipidämie zeigt (aOR: 1,95 [1,75-2,16]). Auch sozioökonomische Unterschiede sind zu beobachten: Personen mit Grundschulbildung werden mit diesen neuen Ansätzen häufiger als fettleibig eingestuft.

Diskussion: Die Ergänzung des BMI um einfache Messungen wie den Taillenumfang verbessert die Erkennung von Fettleibigkeit und von Personen mit einem Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen erheblich. Diese neuen Definitionen scheinen in der klinischen Praxis besonders nützlich zu sein, insbesondere bei der Erkennung von Risikoprofilen, die durch den BMI allein nicht erkannt würden, wie z. B. ältere Menschen, Menschen mit abdominaler Adipositas ohne hohen BMI oder sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Diese Messungen sind in der Allgemeinmedizin leicht durchführbar und stellen ein kostengünstiges Instrument zur Früherkennung von Personen dar, die sich auf dem Spektrum der Fettleibigkeit befinden, und ermöglichen rechtzeitige therapeutische oder lebensstilbezogene Interventionen, um Komplikationen zu verhindern.

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This text was automatically translated from French using artificial intelligence