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Klima- und Umweltprobleme in Genf: Wahrnehmungen und Verbindungen zur psychischen Gesundheit

David De Ridder, Roxane Dumont, Aminata Rosalie Bouhet, Julien Lamour, Shannon Mechoullam, Hélène Baysson, Stéphane Joost, Silvia Stringhini, Mayssam Nehme, Idris Guessous
Climate change perspectives and associations with mental health in a population-based study.,Journalof Affective Disorders, April 2026

Zusammenfassung:

Hintergrund: Die psychologischen Folgen des Klimawandels, insbesondere die Öko-Angst, werden weltweit zunehmend dokumentiert. Die Einstellungen zum Klimawandel sind jedoch von Person zu Person und von Land zu Land sehr unterschiedlich, und die Faktoren, die diese Unterschiede beeinflussen, insbesondere die Rolle der psychischen Gesundheit, sind noch nicht ausreichend verstanden. Ein räumlicher Ansatz ermöglicht es zu untersuchen, ob Öko- und allgemeine Ängste innerhalb derselben Populationen und geografischen Kontexte koexistieren, eine Frage, die im europäischen städtischen Kontext noch wenig erforscht ist. Ziel der Studie war es, die Einstellungen zum Klimawandel in Genf zu charakterisieren, ihre Assoziationen mit Indikatoren der psychischen Gesundheit zu untersuchen und ihre geografische Verteilung zu erforschen.

Methoden: Wir analysierten die Daten von 3.136 Erwachsenen, die an der Specchio-Bevölkerungsstudie in Genf, Schweiz, teilnahmen. Die Wahrnehmung des Klimawandels wurde mit dem Fragebogen Six Americas Short Survey (SASSY) und die psychische Gesundheit mit den Screening-Tools PHQ-2 (Depression) und GAD-2 (Angst) erfasst. Die Assoziationen wurden durch ordinale logistische Regressionsmodelle geschätzt, die um soziodemografische und sozioökonomische Faktoren bereinigt wurden. Räumliche Cluster wurden mit Hilfe von univariaten und bivariaten Getis-Ord Gi*-Analysen untersucht.

Ergebnisse: Der Grad der Klimasorge war besonders hoch: 76% der Teilnehmer wurden als "besorgt" oder "beunruhigt" eingestuft, ein Wert, der deutlich über den Ergebnissen neuerer nationaler Umfragen liegt. Depressive Symptome waren signifikant mit der allgemeinen Klimasorge verbunden (OR = 1,071; 95% CI: 1,014 bis 1,132), während Angstsymptome eine stärkere Verbindung mit Klimasorge aufwiesen (OR = 1,178; 95% CI: 1,121 bis 1,238). Frauen berichteten häufiger als Männer von besorgten Aussichten und hoher Klimasorge. Die räumliche Analyse ergab unterschiedliche Muster zwischen städtischen und peripheren Gebieten. 11,7 % der Teilnehmer lebten in räumlichen Clustern, in denen Klimasorgen und Ängste kumuliert waren und die sich auf die städtischen Zentren konzentrierten.

Schlussfolgerungen: In Genf ist die Sorge um den Klimawandel weit verbreitet und signifikant mit depressiven und Angstsymptomen verbunden, wobei die räumliche Häufung in den städtischen Zentren besonders ausgeprägt ist. Diese Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis der Zusammenhänge zwischen Klima und psychischer Gesundheit bei und zeigen potenzielle Ziele für Interventionen auf Gemeindeebene auf.

Link zu zum Artikel auf Englisch

This text was automatically translated from French using artificial intelligence