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Prävalenz und Risikofaktoren von süchtigem und potenziell süchtigem Verhalten bei Schweizer Erwachsenen: eine Studie in der Allgemeinbevölkerung

Roxane Dumont, Mayssam Nehme, Stephanie Schrempft, Hélène Baysson, Anshu Uppal, Aminata Rosalie Bouhet, Shannon Mechoullam, Julien Lamour, Silvia Stringhini & Idris Guessous

Prevalence and Risk Factors of Addictive and Potentially Addictive Behaviors in Swiss Adults: A Population-Based Study, Journal of General Internal Medicine, April 2026, https://link.springer.com/article/10.1007/s11606-026-10371-0

Zusammenfassung :

Hintergrund und Ziele

Moderne Umgebungen setzen Menschen Reizen aus, die scheinbar harmlose, aber potenziell süchtig machende Verhaltensweisen begünstigen können. In dieser Studie wurden die Prävalenz, das gemeinsame Auftreten und die Risikofaktoren von substanzgebundenem und nicht substanzgebundenem Suchtverhalten bei Erwachsenen untersucht, um der klinischen Praxis und den Screening-Strategien eine bessere Orientierung zu geben.

Methoden

Die Daten wurden aus der Specchio-Kohorte in Genf, Schweiz, gesammelt (2023-2024). Zu den süchtigen und potenziell süchtigen Verhaltensweisen gehörten Rauchen, Freizeitdrogenkonsum, übermäßiger Alkoholkonsum (Binge Drinking), Glücksspiel, übermäßige Nutzung von Bildschirmen zu Freizeitzwecken und der Konsum von zuckerhaltigen Getränken. Die Analysen umfassten an die Genfer Bevölkerung angepasste Prävalenzraten, an Geschlecht und Alter angepasste logistische Regressionen für die Risikofaktoren sowie Diagramme für die Verhaltenskookkurrenzprofile.

Ergebnisse

Unter den 4575 Teilnehmern (Durchschnittsalter 52 Jahre; 59.3 % Frauen) wies das Rauchen die höchste Prävalenz auf (15.7 %, 95 % KI 14.0-17.5), gefolgt von übermäßigem Alkoholkonsum (12.3 %), Glücksspiel (9.9 %), exzessiver Bildschirmzeit (9.7 %), Konsum von zuckerhaltigen Getränken (9.6 %) und Freizeitdrogenkonsum (5.8 %). Während das isolierte Rauchen am häufigsten vorkam (21,1 %), traten substanzbezogene Verhaltensweisen häufig gemeinsam auf (4,3 %). Männer wiesen höhere Wahrscheinlichkeiten für alle Verhaltensweisen auf, insbesondere für Glücksspiel (adjustiertes Odds Ratio (aOR) = 2.18, 95 % KI 1.76-2.70), übermäßigen Alkoholkonsum (aOR = 2.10, 95 % KI 1.73-2.55) und Freizeitdrogenkonsum (aOR = 2.08, 95 % KI 1.55-2.79). Sozioökonomische Benachteiligung korrelierte stark mit Glücksspielen (aOR = 2.34, 95 % KI 1.89-2.90) und dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken (aOR = 1.83, 95 % KI 1.41-2.37). Ein geringeres psychologisches Wohlbefinden war signifikant mit exzessiver Bildschirmzeit (aOR = 1.79, 95 % KI 1.36-2.36), dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken (aOR = 1.46, 95 % KI 1.01-2.13) und dem Rauchen (aOR = 1.43, 95 % KI 1.20-1.71) verbunden.

Schlussfolgerungen

Diese Studie zeigt vielfältige Profile von süchtigem und potenziell süchtigem Verhalten auf und hebt drei Hauptrisikofaktoren hervor: männliches Geschlecht, ungünstiger sozioökonomischer Status und schlechteres psychologisches Wohlbefinden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Präventionsstrategien und eines systematischen Screenings in der Grundversorgung, auch in Bezug auf neue, potenziell süchtig machende Verhaltensweisen wie Bildschirmzeit oder den Konsum von zuckerhaltigen Getränken.

Link zuden Artikel auf Englisch

This text was automatically translated from French using artificial intelligence