Prävalenz des Alkoholkonsums und Kenntnis der Trinkempfehlungen: eine bevölkerungsbasierte Studie in Genf, Schweiz
Roxane Dumont, Hélène Baysson, Shannon Mechoullam, Céline Mettraux, Silvia Stringhini, Idris Guessous, Mayssam Nehme
Prevalence of alcohol consumption and awareness of consumption guidelines: A population-based study in Geneva, Switzerland. Preventive Medici Report, March 2026 https://doi.org/10.1016/j.pmedr.2026.103415
Zusammenfassung:
Ziel
Der Alkoholkonsum ist nach wie vor eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Morbidität und Mortalität. In der Schweiz sind jährlich etwa 1500 Todesfälle auf Alkohol zurückzuführen. Ziel dieser Studie ist es, die Kenntnis der nationalen Empfehlungen für einen risikoarmen Alkoholkonsum zu bewerten und den Anteil der Erwachsenen in Genf zu schätzen, die diese Empfehlungen überschreiten, wobei soziodemografische und gesundheitsbezogene Faktoren berücksichtigt werden.
Methoden
Im Jahr 2025 wurden 7509 Erwachsene der Bevölkerungskohorte Specchio gebeten, einen Fragebogen zum Alkoholkonsum, zur Kenntnis der Schweizer Empfehlungen und zur Risikowahrnehmung auszufüllen. Eine Überschreitung der Empfehlungen wurde definiert als >2 Gläser/Tag bei Männern, >1 Glas/Tag bei Frauen oder weniger als zwei alkoholfreie Tage pro Woche. Deskriptive Analysen und nach Geschlecht stratifizierte logistische Regressionen untersuchten die Assoziationen mit soziodemografischen, Verhaltens- und Gesundheitsvariablen.
Ergebnisse
Von den 4274 Befragten (Durchschnittsalter 51,5 Jahre; 59,8 % Frauen) berichteten 88,3 % über Alkoholkonsum, wobei 53,5 % die nationalen Empfehlungen überschritten. Frauen überschritten häufiger die täglichen Grenzwerte, während Männer und ältere Erwachsene häufiger daran scheiterten, alkoholfreie Tage beizubehalten. Die Überschreitung der Empfehlungen war mit einem jüngeren Alter, einem höheren Bildungsniveau, einer günstigen finanziellen Situation und dem Gebrauch von Substanzen verbunden. Nur 49,1 % identifizierten alle Empfehlungen richtig und 29,1 % erkannten die Krebsrisiken.
Schlussfolgerungen
Fast die Hälfte der Erwachsenen in Genf überschreitet die nationalen Konsumempfehlungen und unterstreicht damit die Notwendigkeit, die öffentliche Kommunikation und gezielte Präventionsstrategien in der Hausarztmedizin zu verbessern.
Link zu zum Artikel auf Englisch
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