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Zugang zur Gesundheitsversorgung in Genf zunehmend durch Kosten geschwächt

Innerhalb von vierzehn Jahren ist der Anteil der Bevölkerung, der aus finanziellen Gründen auf medizinische Versorgung verzichtet, von 16% auf fast 26% gestiegen. Dieses Phänomen, das sich lange Zeit auf die am stärksten gefährdeten Personen konzentrierte, betrifft nun auch Haushalte mit mittleren und hohen Einkommen. Eine besorgniserregende Entwicklung, die in engem Zusammenhang mit den ständig steigenden Krankenversicherungsprämien steht und weitreichende Folgen für die öffentliche Gesundheit hat.
Lesen Sie die vollständigen Ergebnisse in unserem Artikel.

Seit über 20 Jahren verfolgt die Studie Bus Santé den Zugang zur Gesundheitsversorgung in Genf, insbesondere den Verzicht auf medizinische Versorgung aus finanziellen Gründen. Vor dem Hintergrund stetig steigender Krankenkassenprämien und der wiederkehrenden medialen Aufmerksamkeit für dieses Thema möchten wir die neuesten Ergebnisse mitteilen.

Die Daten zeigen einen deutlichen Anstieg des Verzichts auf Gesundheitsversorgung aus finanziellen Gründen. Im Jahr 2011 gaben 15,8 % der Bevölkerung an, auf medizinische Versorgung verzichtet zu haben. Bis 2025 wird dieser Anteil auf 25,8 % ansteigen, was einem Anstieg um fast zwei Drittel entspricht. Diese Entwicklung folgt sehr eng dem Anstieg der Krankenversicherungsprämien, die im gleichen Zeitraum um 61,9 % gestiegen sind.

Der Verzicht auf medizinische Versorgung betrifft in erster Linie die am stärksten gefährdeten Personen: Geringverdiener (mit einem etwa 2,5-mal höheren Risiko), Frauen, junge Erwachsene, Alleinerziehende, Personen mit schlechtem Gesundheitszustand und Raucher. Das Phänomen ist jedoch nicht mehr auf diese Gruppen beschränkt. Es betrifft nun auch Haushalte mit mittleren und hohen Einkommen, bei denen sich der Anteil derjenigen, die auf Pflegeleistungen verzichten, zwischen 2011 und 2025 mehr als verdreifacht, nämlich von 4,1 % auf 14,3 %. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung wird somit zu einer Herausforderung, die einen großen Teil der Bevölkerung betrifft.

Die Folgen für die Gesundheit und das Pflegesystem sind erheblich. Der Verzicht auf einen Arztbesuch oder eine Behandlung kann dazu führen, dass Krankheiten später diagnostiziert werden, vermeidbare Komplikationen auftreten und letztendlich eine schwerere und teurere Behandlung erforderlich wird.

Um den gesamten Artikel zu lesen und weitere Ergebnisse zu entdecken, besuchen Sie: https: //www.ssph-journal.org/journals/international-journal-of-public-health/articles/10.3389/ijph.2025.1609027/full